Nicht mal drei Akkorde

21. April 2012 um 12:17 Uhr

Nein du bist nicht wunderbar
Du bist eher sonderbar

Ich will dir ja schon lange sagen
Ich will mich nicht mehr mit dir plagen
Dein Gehabe und dein Getue
Lass mich bitte jetzt in Ruhe
Ich schreibe dir noch ein letztes Lied
Kein Liebeslied sondern Abschied
Geb mir dabei keine Mühe
Denn das wäre ja nur noch Lüge

Für dich hab ich nicht mal drei Akkorde
Vom Nötigsten nur das Allernötige
A Moll und das passende C
Passt, reicht, bitte, bitte geh

Reime fressen sich hier förmlich auf
Plumpe Bilder sind es dazu auch
Ein Metrum hier ist mir  ganz egal
Für dich, die mir das Herze stahl
Entwickeln wird sich der Text nicht mehr
Dreht sich um das Selbe hin und her
Du bist schlecht und hast nur schlecht verdient
Dramatisch klänge jetzt was mit “vermint”

Für dich hab ich nicht mal drei Akkorde
Vom Nötigsten nur das Allernötige
A Moll und das passende C
Passt, reicht, bitte, bitte geh

Auch der Videoclip wird nicht toll
Er ist wie du – er ist oll
Setz mich einfach vor die Kamera
Keine Story und kein Tata
Muss ich die Stimme nachvertonen
Ist das im völlig Unsynchronen
Denn du hast keine Mühe verdient
Den Weg zu meinem Herzen hab ich für dich vermint

Für dich hab ich nicht mal drei Akkorde
Vom Nötigsten nur das Allernötige
A Moll und das passende C
Passt, reicht, bitte, bitte geh

Und nun kommt eigentlich ein Kniff
Denn nun sind wir in der Bridge
Die Wendung, warum dies Lied
Nein, nein, nicht für dich

Für dich hab ich nicht mal drei Akkorde
Vom Nötigsten nur das Allernötige
A Moll und das passende C
Passt, reicht, bitte, bitte geh

Verliebt

um 12:16 Uhr

Ich frag mich
Wie war es denn ohne dich
Irgendwie ging es doch damals auch
Nur heute geht’s nicht mehr
Und ich weiß nicht
Ob das so gut ist wie es sich anfühlt
Ich fürchte, ich befürchte
Ich hab mich in dich verliebt

Ich frag mich
Wohin das noch führen soll
Das was wir miteinander haben
Reicht mir bald nicht mehr
Und ich weiß nicht
Ob es uns gut tut, wenn wir weiter gehn
Ich fürchte, es wäre besser
Ich hätt’ mich niemals verliebt

Du fragst mich
Was denn los sei, ich sei so still
Und ich weiß nicht
Hast du dich auch in mich verliebt?

Schwanger im Zoo

30. März 2012 um 19:37 Uhr

Leuchtende Augen blicken hier auf mich
Heute greifen die Arme nicht durch Gitter
Denn mein Bauch steht hier im Rampenlicht
Auf den Wegen außerhalb der Gatter

Die Affen blicken eifersüchtig
Können es nur kaum ertragen
Ihnen gelten Blicke nur noch flüchtig
Wollen ihre Klauen in mich jagen

Es ist ein Starren und Begaffen
Besucher nähern sich mir Schritt für Schritt
Heute wollen sie mich anfassen
Und ich hab nur Hormone und kein Gift

Bevor sie mich noch gierig fragen
Greifen mir ihre Klauen bereits nach
Ich höre sie noch sabbernd sagen
“Das ist so schön! So rund! Darf ich mal? Ja?”

“Nein!”, das dürfen sie natürlich nicht
Nehmt bloß eure dreckigen Finger weg
Streckt sie zu den Affen, die freuen sich
Beißen aus Rache einen Finger ab

Licht besser

3. März 2012 um 11:08 Uhr

Ein Licht, ein Licht, sieh nur ein Licht
Ach nein, ach nein, ein Licht ist es nicht
Besser, besser und noch viel mehr als das
So Schön, so schön zu sehen ist was
Ich seh, ich seh mehr als ein Licht
Ach ja, ach ja, verwechselt hab ich dich

Der Knopf

18. Februar 2012 um 18:18 Uhr

Sehnsucht

11. November 2011 um 13:21 Uhr

Ach weißt du was?
Es war nur Spaß
Lass wieder mehr als Freunde sein
Ich bin wieder dein, und du wieder mein

Schluss mit Spaß-Galerie

27. Juni 2011 um 00:40 Uhr

Eine neue Subdomain mit einer neuen Galerie:

www.schlussmitspass.klarsichttinte.de

Wer Jugend und/oder Kindheit in den 90ern in Berlin verbracht hat, wird wohl einiges wiedererkennen.

Ausgesperrt

4. März 2011 um 02:00 Uhr

Der erste Tag des Jahres, an dem sich durchgängig der Blick auf die Sonne bietet. Dann ein Summen. Ein Vibrieren. Das soll für lange Zeit das Letzte gewesen sein, was ich von Ihnen gehört habe. Mit einem Mal wird man ausgesperrt. Ausgesperrt und doch eingesperrt. Abgeschottet vom Rest der Welt sitzt man auf einmal da und merkt, wie abhängig man doch ist.

Die ersten Gedanken verschwendet man daran, wie man wieder rauskommen kann. Leider gibt es keine guten Neuigkeiten. Unter zwei Wochen kommt keiner wieder raus. Und das ist schon gut kalkuliert. Vier Wochen können es auch schon werden. Eine lange Zeit. Eine Zeit mit nur Wasser und Brot.

Am Abend kommt der erste Besuch. Man spricht über die Vorwürfe, die Chancen wieder frei zu kommen. Und dass mein Verschwinden nicht unbemerkt geblieben ist. Das hilft Mut zu schöpfen. Die nächsten Tage werden hart aber ich werde sie als Chance nutzen. Don King hat in seiner Gefängniszeit die gesamte Weltliteratur gelesen; Nelson Mandela eine Revolution geplant. Don King, Mandela, ich. Klingt nach einer Aussicht.

Bahngedanken

11. April 2010 um 23:54 Uhr

“Die Landschaft wird hässlicher. Hier muss Hannover sein.”

Charaktertier-Galerie

9. April 2010 um 02:10 Uhr

Eine neue Subdomain mit einer neuen Galerie:

www.charaktertier.klarsichttinte.de

Entstanden in den letzten Tagen des letzten Jahres im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde.